Wenn Sie feststellen, dass Ihre Beine oder Arme trotz gesunder Ernährung und Bewegung nicht schlanker werden, fragen Sie sich vielleicht: Habe ich Lipödem oder Adipositas? Beide Erkrankungen betreffen das Fettgewebe, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Ursache, Symptomen und Behandlung.
In diesem Beitrag möchten wir einen genaueren Blick auf das Thema „Lipödem vs. Adipositas“ werfen und Ihnen helfen, die Unterschiede zu verstehen sowie zeigen, wie Sie die richtige Unterstützung erhalten können.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Lipödem und Adipositas miteinander verwechselt werden, da beide Erkrankungen mit einer vermehrten Fettansammlung im Körper verbunden sind. Auf den ersten Blick können die Symptome ähnlich erscheinen, doch es gibt wesentliche Unterschiede in der Art der Fettverteilung, den begleitenden Symptomen und den Ursachen der Erkrankung.
Adipositas, auch als Fettleibigkeit bekannt, ist eine chronische Erkrankung, die durch eine übermäßige Ansammlung von Körperfett gekennzeichnet ist. Sie entsteht in der Regel durch ein Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und -verbrauch, oft verstärkt durch kalorienhaltige Ernährung und genetische Faktoren. Eine untergeordnete Rolle spielt der Energieverbrauch durch Ernährung. Ein Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr wird als Adipositas klassifiziert.
Typische Merkmale der Adipositas:
Adipositas wird in der Regel durch eine grundsätzliche Lebensstiländerung behandelt. Diese Lebensstiländerung umfasst vor allem eine Ernährungsumstellung, aber auch eine gesteigerte körperliche Aktivität und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung können sinnvoll sein. In manchen Fällen kann eine Operation in Erwägung gezogen werden
Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Sie zeichnet sich durch eine symmetrische Fettansammlung an Hüften, Oberschenkeln und/oder Armen aus, während der Oberkörper meist schlank bleibt. Im Gegensatz zur Adipositas handelt es sich beim Lipödem nicht um eine generelle Gewichtszunahme, sondern um eine krankhafte Veränderung des Fettgewebes in bestimmten Körperregionen.
Typische Lipödem-Symptome:
Die Lipödem-Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie Kompressionstherapie, manuelle Lymphdrainage und Bewegungstherapie. Bei einer deutlichen Ausprägung der Beschwerden stellt die Liposuktion (Fettabsaugung) derzeit die einzige wirksame Möglichkeit dar, um das überschüssige Fettgewebe zu entfernen und die Symptome langfristig zu lindern.
Obwohl Lipödem und Adipositas ähnliche Symptome aufzeigen können, ist es wichtig, die Unterschiede zu kennen. In diesem Abschnitt bieten wir Ihnen einen klaren Überblick über die wesentlichen Merkmale der beiden Erkrankungen:
Merkmal | Adipositas | Lipödem |
Betroffene Bereiche | Körperweit gleichmäßig | Hüften, Oberschenkel, Arme |
Schmerzempfinden | Keine Schmerzen | Schmerzen, Druckempfindlichkeit |
Fettverteilung | Gleichmäßig am gesamten Körper | Symmetrisch an bestimmten Körperstellen |
Reaktion auf Diät und Sport | Fettabbau möglich | Kein Fettabbau möglich |
Hormonelle Einflüsse | Wenig Einfluss | Häufige Verschlechterung bei hormonellen Veränderungen |
Geschlecht | Männer und Frauen | Fast ausschließlich Frauen |
Der Unterschied zwischen Lipödem und Adipositas hat nicht nur Auswirkungen auf die Diagnose, sondern auch auf die Wahl der richtigen Therapie. Bei Adipositas hilft häufig eine Gewichtsreduktion, vor allem durch Diäten, aber auch Bewegung kann helfen. Ein Lipödem hingegen ist eine medizinische Störung, die nicht einfach durch Abnehmen behandelt werden kann.
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie an Adipositas oder Lipödem leiden, ist es wichtig, eine genaue Diagnose zu erhalten. Ein erfahrener Arzt, idealerweise ein Phlebologe oder ein auf Fettverteilungsstörungen spezialisierter Facharzt, kann durch eine gründliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die richtige Diagnose stellen.
Tipps für den Umgang mit beiden Erkrankungen:
Der erste Schritt ist immer, auf den eigenen Körper zu hören und Veränderungen ernst zu nehmen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, ist es völlig in Ordnung, sich eine zweite Meinung zum Thema „Lipödem vs. Adipositas“ einzuholen.
Obwohl sowohl Lipödem als auch Adipositas mit einer Fettansammlung verbunden sind, handelt es sich um zwei unterschiedliche Erkrankungen mit verschiedenen Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die passende Therapie einzuleiten und die Lebensqualität zu verbessern.
Sollten Sie unsicher sein oder Fragen bezüglich „Lipödem vs. Adipositas“ haben, steht Ihnen das Team der LipoClinic Dr. Heck gerne zur Verfügung. Gemeinsam finden wir den besten Weg für Ihre Gesundheit!
Der Hauptunterschied zwischen Lipödem und Adipositas liegt in der Fettverteilung und den begleitenden Symptomen. Während Adipositas eine allgemeine Fettansammlung am gesamten Körper ist, betrifft das Lipödem speziell bestimmte Körperbereiche, wie Hüften, Oberschenkel und Arme. Zudem ist das Lipödem häufig schmerzhaft und geht mit einer Druckempfindlichkeit sowie Schwellungen einher, während Adipositas keine derartigen Symptome aufweist.
Nein, Lipödem und Adipositas sind zwei unterschiedliche Erkrankungen. Adipositas ist eine allgemeine Erkrankung, während Lipödem eine Fettverteilungsstörung ist. Ein Lipödem kann jedoch auch das Risiko für Adipositas erhöhen, da sich die Symptome durch Gewichtszunahme verstärken können.
Adipositas entsteht meist durch ein Ungleichgewicht von Kalorienaufnahme und -verbrauch, oft verstärkt durch ungesunde Ernährung und genetische Veranlagung. Lipödem hat dagegen meist hormonelle Ursachen und tritt überwiegend bei Frauen auf. Genetik spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Entstehung des Lipödems, da es häufig in Familien vorkommt.
Für die Diagnose von Adipositas ist der Hausarzt, eine Ernährungsfachkraft oder ein Adipositaszentrum in der Regel der erste Ansprechpartner. Bei der Diagnose des Lipödems müssen Phlebologen, Internisten oder Dermatologen aufgesucht werden, die eine präzise Diagnose stellen können.
Die Unterscheidung zwischen Lipödem und Adipositas ist oft schwierig, besonders in den frühen Stadien. Bei Adipositas ist der BMI ein guter Indikator. Wenn Dellen, Schwellungen und Druckempfindlichkeit auftreten, könnte dies hingegen auf ein Lipödem hinweisen. Es ist wichtig, eine ärztliche Diagnose einzuholen, um die richtige Behandlung zu wählen.
Dr. Jost-Hendrik Hübner bringt seine vielseitige medizinische Expertise aus der Viszeralchirurgie, Proktologie, Ernährungs- und Notfallmedizin gezielt in die Lipödem-Therapie ein. Seine Arbeit bei der LipoClinic Dr. Heck vereint chirurgische Präzision mit einem tiefen Verständnis für metabolische und systemische Zusammenhänge – besonders wichtig in der interdisziplinären Behandlung des Lipödems.
Facharzt für Chirurgie & Viszeralchirurgie
Proktologie
Ernährungsmedizin
Notfallmedizin